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Die Ahrensfelder Berge


Die Ahrensfelder Berge liegen auf der Barnim-Hochfläche. Bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts wurde die Barnim-Hochfläche vorrangig landwirtschaftlich genutzt. Durch den Bau der Großsiedlungen und die Anlage von Deponien kam es zu tiefgreifenden Veränderungen der ursprünglichen Geomorphologie und Bodenbeschaffenheit dieses Gebietes. Die Ahrensfelder Berge entstanden durch Überhöhungen der bereits vorhandenen ca. 55 m hohen Berge mit Bauschutt. Die Plateaus haben jetzt eine Höhe von etwa 100 m bzw. 112 m. Die Schuttkippen wurden mit Mutterboden abgedeckt.
Zunächst entwickelte sich besonders im Ober- und im Mittelhangbereich eine artenreiche Ruderalvegetation aus Gräsern, einjährigen Pflanzen und Stauden. Hier finden wir u. a. Beifuss, Goldrute, Königskerze, Natternkopf, Rainfarn, Wilde Möhre u. a. Die später erfolgte Aufforstung wurde teilweise mit standortfremden Gehölzen durchgeführt.

In den Jahren 1994 bis 1996 erfolgte am Fuße der Berge eine Neugestaltung unter landschaftspflegerischen Aspekten. Es wurden wassergebundene Wege mit zahlreichen Sitzgelegenheiten geschaffen, sowie Trockenmauern und Verbindungswege zu den Schulen auf der Westseite der Ahrensfelder Berge angelegt.

Die Ahrensfelder Berge sind Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren; so kann man mit ein bisschen Glück dort sogar den in Berlin vom Aussterben bedrohten Feldhasen sehen. Auch Rehe überqueren ab und zu die Wege. Außer den Säugetieren gibt es eine Vielzahl von Vögeln, sowohl Brut- als auch Gastvögel, die hier auf Nahrungssuche sind.


Am südlichen Fuß der Ahrensfelder Berge befindet sich ein ca. 0,7 ha großes Regenrückhaltebecken, auch als Fasanenteich bekannt. Dieser Teich ist durch einen offenen Graben mit der im Osten gelegenen Wuhle verbunden. An den Ufern des Teiches finden wir Weidengebüsche, Röhrichtbestände und Feuchtwiesen. Auf der Südseite haben sich darüber hinaus Hochstaudenfluren mit Goldrute, Rainfarn und Beifuss entwickelt. Diese Bestände bilden den Lebensraum für zahlreiche Insekten, Amphibien und Vögel.

Im Norden schließt sich an den Fasanenteich ein Vorwald mit Übergang zum Südhang der Ahrensfelder Berge an. In dem Wäldchen existiert auch ein relativ großer Bestand an Veilchen, der im Frühjahr durchaus sehenswert ist.

An der Westseite des Fasanenteiches stehen bereits die ersten Bänke und laden zum Ausruhen und Beobachten ein. Die sehr schön angelegten Sitznischen begleiten uns auf dem gesamten Weg bis hin zum Geschützten Landschaftsbestandteil (GLB) Weidengrund. Diese Plätze werden von Trockenmauern umrahmt. Sie bieten zahlreichen wärmeliebenden Tier- und Pflanzenarten einen idealen Lebensraum. Zwischen Fasanenteich und dem neuangelegten Spielplatz befindet sich eine Kräuterwiese. Diese Art von Wiesen und auch der nahegelegene Fasanenteich bieten für zahlreiche Insekten, insbesondere Schmetterlinge und Heuschrecken einen geeigneten Lebensraum.

An der Westseite der Ahrensfelder Berge schließt sich ein großes Neubaugebiet an. Diesem vorgelagert sind einige Schulen. Neu gestaltete Wege stellen eine gelungene Verbindung zwischen dem Erholungsgebiet, Schulen und Neubaugebiet her.

Aus dem nördlich der Ahrensfelder Berge gelegenen Geschützten Landschaftsbestandteil Weidengrund wurde bis Ende der 70er Jahre Baukies gefördert.

Manch einen wird es verwundern, dass auf der Barnim-Hochfläche Kies zu fördern war. Das ist schnell erklärt: hier gibt es sogenannte Sand- oder Kieslinsen. Der Weidengrund blieb in der ersten Zeit nach Einstellung der Kiesförderung sich selbst überlassen. Auch hier siedelten sich zunächst Pionierpflanzen an.  Heute finden wir vorwiegend Gebüsche aus Sal-Weiden, Korb-Weiden, Grau-Weiden und Knack-Weiden in diesem Gebiet. Ausgedehnte Röhrichte wechseln mit Nasswiesen. Auf der offenen Wasserfläche an der Nordseite sind auch einige Wasservögel zuhause, die hier sogar als Brutvögel auftreten. Als gelegentliche Gastvögel wurden schon Fischreiher und Eisvögel beobachtet.

Die Ahrensfelder Berge werden im Osten durch die Neue und die Alte Wuhle begrenzt. Die Quelle der Wuhle liegt in einem ehemaligen Feuchtgebiet bei Ahrensfelde im Gebiet des Rehhahns und des sich südlich davon befindlichen Ostfriedhofs Ahrensfelde. Sichtbar ist sie allerdings erst in der Nähe des Regionalbahnhofs Ahrensfelde Friedhof. Dieses Feuchtgebiet fiel der Entwässerung (Anlage von Rieselfeldern) zum Opfer. Die Wuhle wurde in ihrem Lauf festgelegt. Im Zuge einer naturnahen Gestaltung der Uferböschung der Neuen Wuhle wurden die vorhandenen gewässerbegleitenden Gehölze erhalten bzw. neu gepflanzt.

Dieses wertvolle Biotop der Ahrensfelder Berge gilt es weitgehend zu schützen und zu erhalten.

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Herausgeber: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin

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