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Spaziergänge durch den Wuhletalbezirk
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INHALT |
Das Gutshaus mit
Gründerzeitmuseum und Gutspark Mahlsdorf
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Das
Gutshaus
Neben der Alten Pfarrkirche ist das
heutige Gutshaus (Hultschiner Damm 333) eines der ältesten
Gebäude Mahlsdorfs. Es wurde vermutlich um 1780 auf den
Fundamenten früherer Gebäude erbaut und im Stil der
preußischen Landhausschule errichtet. Es handelt sich um ein
eingeschossiges Mittelflurhaus auf erhöhtem Kellergeschoss mit
einem Krüppelwalmdach. Im Jahre 1869 erfolgte durch den neuen
Besitzer Hermann Lachmann ein Umbau des ländlichen Gutshauses in
eine spätklassizistische Landvilla mit zweigeschossigem Mittelbau
auf der Hofseite mit Giebel, Terrasse und Freitreppe.
Im Jahre 1880 erwarb der Administrator des Gutes, Hermann Schrobsdorff,
das Gutshaus und den umgebenden Gutspark. Nach Verkauf des Gutshauses
an die Stadt Berlin wurde es nicht mehr als Wohnhaus genutzt, sondern
als Kindererholungsheim, Schule und Kindergarten. Der 1958/59 geplante
Abriss und die Sprengung des Kellergewölbes wurde durch Charlotte
von Mahlsdorf (Lothar Berfelde) verhindert. Sie nutzte das Gebäude
wieder als Wohnhaus und begann gleichzeitig mit der Einrichtung eines
Gründerzeitmuseums, das 1960 eröffnet wurde. Im Jahre 1972
wurde das Gutshaus unter Denkmalschutz gestellt. Erst 1990 erfolgte
für Charlotte von Mahlsdorf auf Grund eines juristischen
Vergleichs die Bestätigung, dass sie die Besitzerin des Gutshauses
Mahlsdorf ist. Der Gutspark blieb Eigentum der Stadt Berlin. Im Jahre
1995 wurde das Gründerzeitmuseum geschlossen, Charlotte von
Mahlsdorf verließ Deutschland und ging nach Schweden. Erst die
Bildung des Fördervereins Gutshaus Mahlsdorf e. V.
ermöglichte 1997 die Wiedereröffnung des
Gründerzeitmuseums.
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Herausgeber:
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
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