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| Berliner Stadtteilzeitung | |
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Ausgabe 313, 05.07.2005 X-69er künftig auch am Wochenende
Im Dezember des vorigen Jahres war das BVG-Konzept „2005 plus“ umgesetzt worden, die größte Umstrukturierung in der Geschichte des Berliner Nahverkehrs.
Die seinerzeit eingeführten Metrolinien als direkte Verbindungen auf den Hauptachsen haben sich laut BVG bewährt: steigende Fahrgastzahlen, steigende Einnahmen.
Während in der Innenstadt eine dichte Erschließung mit häufiger Wagenfolge nötig ist, wird am Stadtrand auch ein 20-Minuten- Takt, in manchen Gegenden vielleicht sogar ein Stundentakt akzeptiert, wenn denn überhaupt ein Verkehrsmittel in Wohnnähe zur Verfügung steht und die Anschlüsse gesichert sind. Daran muss die BVG unbedingt arbeiten.
Wem nutzt ein Bus wie der 191er oder der 195er, die zum Teil alle fünf Minuten fast leer daherrollen, während in Kaulsdorf, Mahlsdorf und in Marzahn um die Poelchaustraße erhebliche Verschlechterungen entstanden. Auch die Verbindung zum Nachbarbezirk Köpenick muss verbessert werden. Kürzlich übergab die BVG dem Senat ihren Entwurf für den Großen Fahrplanwechsel im Mai 2006. Die wichtigsten Veränderungen hinsichtlich der Linienführung sind dabei: Der Bus X-69 soll täglich, also auch am Wochenende, über Köpenick nach Müggelheim fahren, allerdings nur noch ab/bis S-Bhf. Mehrower Allee.
Der Bus 154 fährt nur noch bis zum U-Bhf. Elsterwerdaer Platz, auf der längsten Buslinie Berlins sollen damit Leerfahrten eingespart werden. Dafür fährt wieder eine Linie 190 vom U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz über Grabensprung zum S-Bahnhof Wuhlheide. Der 192er soll vom S-Bahnhof Marzahn über das Gewerbegebiet und Marzahn- West nach Ahrensfelde verlängert werden, jedoch nur in der werktäglichen Hauptverkehrszeit – der BVV-Ausschuss monierte bereits. Auf den Bus 195 wiederum soll der 10-Minuten-Takt auch auf den Tagesverkehr am Wochenende ausgedehnt werden.
Mit der Eröffnung des „East- Gates“ im Herbst soll die Linie 16 aus Ahrensfelde auch wieder sonnabends fahren. Die vom Bezirk geforderte Wiedereinführung der 18 auch am Wochenende wird von der BVG unter Berufung auf die strikte Beibehaltung ihres Metrokonzeptes verweigert. Dennoch gibt es eine gute, in Berlin wohl einmalige Zusammenarbeit zwischen Bezirksverwaltung, BVV und BVG im Rahmen einer gemeinsamen Arbeitsgruppe. Die BVV Marzahn- Hellersdorf brachte Anregungen und durchgerechnete Alternativen und Veränderungswünsche zu den BVG-Planungen mit ein.
Die wichtigste: Gabelung der bisher kaum ausgelasteten Linien 191 und 195. Mit einer Linie 295 soll eine Direktverbindung von der Poelchaustraße über Elisabethstraße und Erholungspark Marzahn nach Hellersdorf entstehen, eine Linie 291 sollte dann wie der ehemalige 191er über den Blumberger Damm zum S-Bahnhof Marzahn fahren.
Frank Beiersdorff
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Artikel vom 05.07.2005 - 23:44 Uhr |
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