Themenbereiche

Startseite Die Hellersdorfer Webcam Karte

Berliner Stadtteilzeitung




Ausgabe 316, 01.10.2005
Klett wagt mehr Demokratie
Am 19. Oktober beginnt der nächste Zyklus der Einwohnerversammlungen


Das Bezirksamt hat beschlossen, die Einwohnerversammlungen fort­zusetzen. Damit wurden bereits in den vergangenen zwei Jahren gu­te Erfahrungen gesammelt, schätzt Bürgermeister Uwe Klett ein.


Die erste Einwohnerversammlung der neuen Runde findet im Stadtteil Hellersdorf Nord statt:
19. Oktober ab 19 Uhr
Aula des Sartre-Gymnasiums, Kyritzer Straße 103


Tagesordnung: Stadtumbau Alte Hellersdorfer Straße, Vorstellung Quartiersverfahren Hellersdorfer Promenade, Vorstellung des Kinder- und Jugendhilfezentrums Hellers­dorf Nord, Sommerferienaktionen

Die Stadtteilkonferenzen sollen Themen in den Regionen aufgrei­fen und somit die Arbeitsgrundlage für das Bezirksamt und die BVV bilden. Im Gegensatz zu den ersten Einwohnerversammlungen werden sie jetzt durch den Bürgermeister geleitet. Alle Stadträte sind anwe­send und nehmen die Hinweise der Einwohner direkt entgegen.

Ein weiterer Schritt zu mehr De­mokratie ist für den Bürgermeister die Fragestunde vor der Bezirks­verordnetenversammlung. Lief sie bisher außerhalb der eigentlichen Tagesordnung ab, soll sie jetzt zum Tagesordnungspunkt der BVV wer­den. Somit ist sichergestellt, dass alle Volksvertreter und alle Stadt­räte anwesend sind. Klett hofft mit der neuen Regelung näher an Bür­gerthemen heranzukommen. Jetzt haben die Einwohner einen An­spruch darauf vor der BVV zu re­den, vorher war das eine freiwillige Sache der BVV.

Neu ist auch, dass sich Bewohner mit Einwohneranträgen und Bürger­begehren direkt an die BVV wenden können. Um einen Einwohnerantrag einzubringen, müssen mindestens 2.000 Unterschriften von Einwoh­nern aus dem Bezirk gesammelt werden, die älter als 16 Jahre sind.

Ein solcher Bürgerantrag wird jetzt wie der Antrag eines Volksver­treters oder einer Fraktion behan­delt. Eine weitere Möglichkeit sind die Bürgerbegehren oder Bürgerent­scheide. Damit können die Einwoh­ner direkt Einfluss auf die Arbeit des Bezirksamtes nehmen, Beschlüsse der BVV außer Kraft setzen oder erzwingen. Für ein Bürgerbegehren sind mindestens 6.000 Unterschrif­ten von wahlberechtigten Einwoh­nern nötig. Damit können die Ein­wohner wichtige Entscheidungen wie Straßenbau oder Bezirksfinan­zen beeinflussen.

Aus vergangenen Einwohnerver­sammlungen schätzt der Bürger­meister ein, dass noch zu wenige Einwohner die Chance genutzt ha­ben, sich direkt an das Bezirksamt zu wenden. „Wir wollen erreichen, dass sich die Bürger stärker in die Kommunalpolitik einmischen.“ www.berlin.de/ba-marzahn-hellers­dorf/aktuelles/presse/archiv.

Beitrag von Die Hellersdorfer
Artikel vom 01.10.2005 - 22:28 Uhr

 Impressum  |   Kontakt  |   2000-2010 marzahn-hellersdorf.netTop


mehr zum Erholungspark hier...
 Interne Suche
 Neue Links
 Grüner Stadtplan
Kartenziel auswählen:
 Seite wird gehostet durch
Jugendnetz-Berlin