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| Berliner Stadtteilzeitung | |
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Ausgabe 322, 01.04.2006 Fragen, Sorgen, Nöte Rege Beteiligung an der Einwohnerversammlung Mitte März in Mahlsdorf
Vermüllungsgefahr in der Kaulbachstraße, als vage Zukunftsaussicht die Fortführung der Tram-Trasse über die Ridbacher Straße, unansehnliche Verkaufsstände gegenüber dem Bahnhof Mahlsdorf, der Wunsch einer Ampel an der Pestalozzistraße, die seit Jahren bestehende Bürgerinitiative Verkehrssicherung und einiges mehr waren Themen der etwa drei Stunden dauernden Mahlsdorfer Einwohner-Versammlung am 15. März.
Die Aula der Friedrich-Schiller-Grundschule war überfüllt und die rege aber disziplinierte Beteiligung der Bürger würde ich persönlich als einen vollen Erfolg bezeichnen – nichts wäre schlimmer als ein Bürgertreff im leeren Saal oder mit trägen Gästen. Das Bezirksamt vertraten Bürgermeister Klett und die Stadträtinnen Dagmar Pohle und Dr. Manuela Schmidt sowie Leute vom Amt. Einen wichtigen Teil nahmen geplante Maßnahmen für die Kanalisation ein – welche Kieze sind wann dran? Sage und schreibe 42 Prozent ihres Investitionsvolumens geben die Berliner Wasserbetriebe in den nächsten drei bis vier Jahren allein in unserem Bezirk aus. Denn Kaulsdorf, Mahlsdorf und Biesdorf bilden das deutschlandweit größte zusammenhängende städtische Kleinsiedlungsgebiet. Wie erfahren Bürger, wann in ihrer Straße die Fahrzeuge der Kanalbauer anrücken?
Rechtzeitige Information ist Aufgabe der Wasserbetriebe und des Tiefbauamtes. Man sollte, so der Bürgermeister, darüber nachdenken, ob das Bezirksamt punktuell Informationsveranstaltungen für Gebiete mit mehreren betroffenen Straßen organisiere.
Über ein halbes Jahr sind Kanalisationsarbeiten am Hultschiner Damm im Gange. Die Genehmigung für das Bauen läuft Ende Juli erst einmal aus und voraussichtlich wird das Vorhaben 2007 beendet. Auf diese Bau-Pause bestand die Verkehrslenkungsbehörde, denn in der Chemnitzer/Kaulsdorfer Straße wird demnächst mit einem größeren Kanalisationsvorhaben begonnen. Warum sieht man am Hultschiner Damm kaum arbeitende Menschen?, fragte ein Bürger. Die Antwort: Es werden modernste Pressverfahren eingesetzt, deshalb sieht man dort kaum Leute. Und, so Schmidt später gegenüber der „Hellersdorfer“, es gebe natürlich auch technologische Pausen. Fragen zur Kanalisation unter T. 86 44 58 20, Herr Himmel
Zu wenige Spielplätze
Dass es im 26.000 Einwohner zählenden Mahlsdorf nur sechs Spielplätze gibt – weniger als in jedem anderen Ortsteil von Marzahn-Hellersdorf – befriedigt auch das Bezirksamt nicht, ließ Sabine Phenn in ihren Ausführungen erkennen. Sie ist Bereichsleiterin im Natur- und Umweltamt. In nächster Zeit wird in Mahlsdorf kein weiterer Spielplatz angelegt. Doch noch für dieses Jahr ist für die Anlage Lehnitzplatz in Mahlsdorf-Süd eine Erweiterung geplant. Am Körnerplatz an der Waldpromenade soll geprüft werden, ob Spiel- und Tobemöglichkeiten in der unmittelbaren Nähe des Gewässers möglich sind. Für Kleinkinder bis vier Jahren sei die öffentliche Hand grundsätzlich nicht zuständig, erklärte die Frau vom Amt. In diesem Alter sind sie am besten auf dem Grundstück ihrer Eltern aufgehoben.
Bürger beklagen störende Jugendtreffpunkte auf dem Lehnitzplatz und anderen Plätzen. Prekär sei die Lage am Körnerplatz. Das ist auch der Polizei bekannt. In der warmen Jahreszeit sind dort verstärkt Streifen geplant, kündigte der Polizei-Präventionsbeauftragte von Marzahn-Hellersdorf, Torsten König an. Die Polizei hat im vorigen Sommer bereits Gespräche zwischen Anwohnern und Jugendlichen vermittelt. Eine Umgestaltung des Frans-Hals-Platzes sei derzeit nicht vorgesehen, beantwortete Frau Phenn eine weitere Bürgerfrage. Der Pflegezustand wird sich noch in diesem Jahr verbessern.
Schneeschippen, Rechte und Pflichten. Hier sträubt sich die Schreibtastatur, im April über die endlich überwundene Winter-Thematik zu berichten. Im Internet nachzulesen sind das Straßenreinigungsgesetz, eine Information und ein Formular zur Übernahme des Winterdienstes durch Dritte sowie eine Information über den Winterdienst auf öffentlichem Straßenland. Die Adresse: berlin.de, Stichwort Amt für regionalisierte Ordnungsaufgaben, Unterpunkt ordnungsgemäße Straßenreinigung. Interessierten Lesern stellen wir die Ausdrucke auch gern zu.
Ute Bekeschus | |
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Artikel vom 01.04.2006 - 12:22 Uhr |
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