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Berliner Stadtteilzeitung




Ausgabe 323, 01.05.2006
Zum 20. Jubiläum 20-Jährige gesucht!
Am 1. Juni 1986 wurde der Bezirk Hellersdorf gegründet – Bürgermeister lädt zur Fete ein


Am 1. Juni 1986 wurde der Berliner Stadtbezirk Hellersdorf gegründet. Genau 7.300 Tage später, am 1. Juni 2006, macht der Bürgermeister einen drauf und lädt Jung und Alt in die Helle Mitte ein.


Die Ortsteile Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf sind ja inzwischen Teile des Großbezirkes Marzahn-Hellersdorf, doch sind das Gründungsjubiläum und auch die Entwicklung der Ortsteile eine schöne Fete wert.

Keine Feier ohne spezielle Gäste! Sie wurden vor 20 Jahren in Hellersdorf, Kaulsdorf oder Mahlsdorf geboren und leben noch heute hier? – dem Aufruf in unserer April-Ausgabe von Bürgermeister Uwe Klett und der „Hellersdorfer“ folgten bereits einige junge Leute. Es meldeten sich zum Beispiel Melanie aus der Bansiner, Sophie aus der Pilgramer, Diana aus der Hummelstraße, Benjamin aus der Wernerstraße, Lars aus der Hamburger und Anja aus der Gadebuscher Straße.

Die Aktion ist noch nicht abgeschlossen, wir suchen weitere junge Frauen und Männer, die das Lokalund Jahrgangskriterium „20 Jahre in Hellersdorf, Kaulsdorf oder Mahlsdorf“ erfüllen. redaktion@die-hellersdorfer.de Telefon 993 80 54 sms 0171/38 34 047

Der Bürgermeister plant die Twenties als VIP-Gäste zur abendlichen Feier am 1. Juni in Helle Mitte einzuladen und wahrscheinlich gibt er zusätzlich an einem anderen Abend in einer Diskothek einen aus. Wir von der „Hellersdorfer“ wollen junge Leute vorstellen und bitten schon deshalb darum, dass Sie sich bei uns melden.

So erhielten wir Post von Sibylle Eckhardt aus der Friesacker Straße. Sie wurde zwar ein Jahr vor der Gründung des Stadtbezirkes Hellersdorf geboren. Doch wollen wir den Lesern die offenherzige Mahlsdorferin nicht vorenthalten. „Sibylle“, plaudert sie sympathisch, heißt noch heute ein Café in der Karl-Marx-Allee, wo sich einst die Eltern kennen lernten. Sie haben diese ersten Momente im Vornamen ihrer zweiten Tochter verewigt.

Sibylle wohnt noch immer mit ihrem Vater in dem Haus, das ihr Uropa 1929 baute. Da passt es gut, dass sie handwerklich begabt ist. Das Unkrautjäten im Garten allerdings ist nicht so ihr Ding. Am liebsten aber experimentiert Sibylle in ihrem kleinen Chemielabor im Keller des Hauses, Kochsalz zum Beispiel „kann man ganz einfach herstellen“, freut sie sich. Außerdem liebt sie ihre Musik, sie spielt Gitarre und Keyboard und singt, obwohl sie „gar nicht singen kann“.

Mit Computern habe sie in ihrer freien Zeit nicht so viel am Hut, gesteht die 21-Jährige. Schließlich ist Rechentechnik ihr Hauptthema im Berufsleben. Letzten Sommer beendete sie eine Lehre als Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung, sprich als Programmiererin für Computerprogramme. Zugunsten dieser wie maßgeschneiderten Ausbildung beim Bildungswerk Wirtschaft Berlin und Brandenburg e.V. hatte Sibylle Eckhardt das 5. Gymnasium am Elsengrund noch vor dem Abitur verlassen.

Derzeit widmet sich die Mahlsdorferin beim bbw Bildungswerk der Lehrtätigkeit, leitet als Dozentin auch Abendkurse. Und hofft darauf, dass ihr der Job dauerhaft erhalten bleibt.

Ute Bekeschus

Beitrag von Die Hellersdorfer
Artikel vom 01.05.2006 - 19:35 Uhr

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