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| Berliner Stadtteilzeitung | |
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Ausgabe 338, 01.08.2007 Christoph Berlin muss umziehen Interessen des ukb kontra Anwohner-Befinden
Eine solch disziplinierte Bürgerversammlung habe ich noch nicht erlebt. Die Gegner des geplanten Umzuges von „Christoph Berlin“ auf das Dach des ukb hatten die Argumentation offensichtlich gut abgestimmt und schraubten die Emotionen runter.
Nur hier und da einen herabwürdigenden Tonfall gegen die Bürgermeisterin und den Geschäftsführer des Trägervereins ukb des Krankenhauses, Prof. Ekkernkamp hätten Teilnehmer auch sein lassen können. Denn was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter als über Paul.
„Die Hellersdorfer“ hatte bereits Anfang Juni über eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Sebastian Czaja an den Senat berichtet. Mit der bevorstehenden Schließung des Flughafens Tempelhof, wo derzeit noch der Intensivtransport-Heli stationiert ist, könnte das renommierte Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn den Zuschlag für „Christophs“ neues Zuhause erhalten. Damit befindet es sich im Wettbewerb mit anderen Krankenhäusern wie dem Virchow- Krankenhaus oder dem Klinikum Buch, die im Direktzugriff auf die herausragende Technik ebenfalls Vorteile sehen. Der unverzügliche Einsatz ermöglicht gute Auslastungen hochwertigen medizinischen Equipments, garantiert Wirtschaftlichkeit und Arbeitsplätze.
Gesundheitsversorgung und Gesundheitswirtschaft gehören zusammen wie die Nutzung eines Grundstückes und dessen Wert. Aber es geht hier auch um das Wohl der Bewohner, denn Lärm macht krank. Das weiß man zum Beispiel aus City-Gebieten. Es ist schon schön die Vorzüge der großen Stadt zu nutzen und hier draußen im Grünen zu wohnen, darin sind wir Randberliner wohl alle einig.
Die Anwohner befürchten die Zunahme von Flügen, (was der Senat in besagter Antwort bestätigt), wenn die neue Adresse von Christoph Berlin in Biesdorf sein sollte. Gleich bleiben könnte die Zahl laut Axel Ekkernkamp aufgrund von Flugeinsparungen für Personal und Technik („Taxiflüge“) sowie des jetzt noch üblichen Rückfluges zur Heimatadresse Tempelhof.
Bürgermeisterin Dagmar Pohle hält es für notwendig die allgemeine Verlärmung zum Thema zu machen. Das Bezirksamt wird Messungen vornehmen am Parkhaus des ukb, durch dessen Verkehrslärm Anwohner sich gestört fühlen. Wenigstens hier dürfte mit geringem Bau- oder gärtnerischem Aufwand eine Lärmminderung zu erreichen sein. Die Bürgermeisterin kündigte auch eine weitere Bürgerversammlung in Biesdorf zum beabsichtigten Umzug von Christoph Berlin an. Zu der Versammlung im Juli hatte der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis eingeladen.
Ute Bekeschus
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Artikel vom 01.08.2007 - 11:28 Uhr |
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