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Berliner Stadtteilzeitung




Ausgabe 338, 01.08.2007
Frischer Wind am Baggersee
Neugestaltungen im Sinne einer naturnahen Erholungslandschaft


Das Planungsgebiet Marzahn- Hellersdorf, Ortsteil Biesdorf umfasst unter anderem das Gelände um den Biesdorfer Baggersee.


Im Westen wird es von der Bahntrasse und der Regenwasserbehandlungsanlage begrenzt, im Norden und Osten vom Gladauer Weg und der Brachfelder Straße. Im Süden umschließen die Schrodauer, die Beruner sowie die Debenzer Straße das Gebiet. Die Bebauung besteht vornehmlich aus Einfamilienhäusern und Kleingärten.

Die Umgestaltung der Grünanlage am Biesdorfer Baggersee war und ist in Verbindung mit der Bebauung des Entwicklungsgebietes Biesdorf-Süd und dem Bau der Regenwasserreinigungsanlage ein dringendes Anliegen des Bezirkes.

Mit Erhöhung der Einwohnerzahl und der steigenden Anzahl der Besucher aus ganz Berlin erhöhte und erhöht sich die Erholungsnutzung vor allem in den Sommermonaten. Das Gebiet war gekennzeichnet von Übernutzung. Das hat zu erheblichen Vegetationsschäden und Bodenverdichtungen geführt. Nutzungskonflikte zwischen den Erholungssuchenden und den sensiblen Biotopbereichen sind entstanden.

Das Ziel der Planung war, eine naturnahe Erholungslandschaft unter Berücksichtigung und Sicherung der ökologisch wertvollen Bereiche zu schaffen. In den Jahren 2005 bis 2007 wurden zwei Bauabschnitte realisiert. Zurzeit wird der dritte und letzte Bauabschnitt bearbeitet.

Zwei Eingangsbereiche bilden jeweils den Auftakt des den See umschließenden Rundweges. Er ist fast fertig gestellt – der östliche Bereich wird gerade gebaut. Ein Spaziergang von Norden in westliche Richtung um den See führt in einiger Entfernung an Gebieten vorbei, die wegen ihrer Naturschutzrelevanz vom Besucherverkehr frei gehalten werden sollen. Hier werden besucherlenkende Vorkehrungen getroffen.

Weiter in südlicher Richtung liegt östlich der Baggersee und westlich die Regenwasserbehandlungsanlage. Der Weg führt direkt an der Böschungsoberkante entlang. Etwa in Höhe des ersten Beckens der Regenwasserbehandlungsanlage beginnt die neu gestaltete Grünanlage und erstreckt sich bis zur südlichen Grenze des Sees. Hier konzentrieren sich weite Liegebereiche und kleinere attraktive Sitzbereiche.

Insgesamt umfasst das Bearbeitungsgebiet eine Fläche von rund 48.000 Quadratmetern, davon 13.640 Quadratmeter Erholungsfläche und 34.430 Quadratmeter für Biotop- und Artenschutz. Die Landschaftsbauarbeiten führt die Firma Reinhold Fehmer GmbH nach Planung von Frau Engelhardt vom Natur- und Umweltamt, teilweise unter Beteiligung geförderter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus. Die Anlage wird durch das Natur- und Umweltamt wie auch bisher gepflegt.

Es ist zu wünschen, dass die neue Anlage dem großen Nutzungsdruck standhält, dass Besucherinnen und Besucher pfleglich mit ihr umgehen, dass es keine mutwilligen Zerstörungen geben wird, damit sie allen Erholungssuchenden zu jeder Zeit zur Verfügung stehen kann.

Pressemeldung Bezirksamt

Beitrag von Die Hellersdorfer
Artikel vom 01.08.2007 - 11:32 Uhr

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